Archäologische Exposition "Zeit der Jäger und Mammuts"

Die archäologische Exposition "Zeit der Jäger und Mammuts", die sich im Barockgebäude des ehemaligen Rathauses in Dolní Vìstonice (deutsch Unter Wisternitz) befindet, gibt eine Übersicht über die Kenntnisse aus den archäologischen Lokalitäten der älteren Steinzeit, die auf den Katastralflächen von Unter Wisternitz und dem benachbarten Pavlov (deutsch Pollau) untersucht wurden. Hier befindet sich am nordlichen Berghang von Pálavské vrchy (deutsch Pollauer Berge) der weltbekannte Komplex der Siedlungen von Jägern der Mammuts aus der Zeit vor 25-30 000 Jahre und gerade vom Namen des Dorfes Pavlov (Pollau) wird die Benennung der ganzen damaligen archäologischen Kultur - Pavlovien abgeleitet. Es geht um die ältere Phase des Gravettien (vor 30 000-25 000 Jahren). Die Weltberühmtheit haben dem Wisternitzer Fundort systematische Untersuchungen gebracht, welche in den Jahren 1924 - 1938 Dr. Karl Absolon dürchgeführt hatte. Zu seinen Funden gehört auch die bekannteste der Frauenplastiken. Eine kleine Figur aus gebrannten Lehm, die in die Geschichte unter dem Namen "Vìstonická venuše" - "Venus von Wisternitz" eingegangen ist. In den Jahren 1947 - 1978 führte Dr. Bohuslav Klíma umfangreiche Untersuchungen. Diese Untersuchungen des rettenden Charakters verliefen in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Zur Zeit werden Terrainausgrabungen realisiert und die Ergebnisse der Untersuchungen aus den vorigen Jahrzehnten werden verarbeitet, diese Arbeit leitet Prof. Jiøí Svoboda aus dem Archäologischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Brünn (Archeologický ústav Akademie vìd Èeské republiky v Brnì).
Ein Teil der Exposition verfügt über Informationen aus einzelnen Phasen der wissenschaftlichen Untersuchungen und illustriert die Methoden der archäologischen Forschung. Die geologischen und Bodenproportionen des nordlichen Vorfelds der Pollauer Berge, Pflanzen und Tiere der Eiszeit sind dokumentiert. Stein- und Knocheninstrumente mit einer Andeutung ihrer Produktionstechnik werden vorgestellt. Beispiele der Skelettreste der damaligen Menschen sind ausgestellt und bedeutende Fundsituationen sind beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit wird den künstlich verarbeiteten Produkten gewidmet (z. B. Stirnbänder, Halsketten) und den Plastiken aus Knochen und Lehm.
Der weitere Teil der Exposition geht von den Entdeckungen der letzten Jahre aus. Aktuelle Erkenntnisse über Menschenentwicklung sind präsentiert und die Erklärung ist ebenfalls auf die anthropologische Untersuchung der Wisternitzer Population fokussiert. Die Vorstellung der möglichen Interpretationen der Fundsituationen auf unterschiedlichen Fundstellen ergänzt die Rekonstruktion der paläolithischen Behausung. Eine spezielle Stelle in der Exposition hat die Rekonstruktion der Gräber von drei jungen Menschen, die in Unter Wisternitz im Jahre 1986 gefunden wurden. Die Aufmerksamkeit fesseln die zugänglichen Resultate des wissenschaftlichen Experiments, welches auf den Vergleich der Vorgänge von Produktion der Lehmplastiken der vorzeitlichen Erschaffer an einer Seite und der gegenwärtigen Menschen auf der anderen Seite fokussiert war. Sehr interessant sind die Belege der Vorbereitungen von Farben, die fast nach 30 000 Jahren auf den Quetschern und Steinunterlagen zu finden sind. Es werden auch Belege über Steinschleifen und Textilabdrücke, welche die ältesten in Geschichte der Menschheit sind, anschaulich gezeigt.

© Regionální muzeum v Mikulovì 2008